Ein Beitrag von Nadine, geschrieben am 26. Mai 2008 in Allgemein:

Lebende TB’s???

Am Wochenende ereignete sich etwas, was mich unweigerlich zu philosophischen Gedankengängen inspirierte…

Da sitzt man, nichts Böses ahnend, fleißig am Schreibtisch (blöde Korrekturen), da bemerkt man aus dem Augenwinkel einen fliegenden, sehr schnellen Schatten am Fenster vorbeihuschen – crash – boom – bang – kraschepper!!!

Was war das???????

Ein Blick auf die Terrasse löste das Geheimnis. Eine Brieftaube hat sich verflogen und lag, etwas benebelt, neben unserem Grill (Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Das Tierchen lag nicht DARAUF, sondern DANEBEN ;-) ). IMG 0013Tja, was nun? Erst mal abwarten, ob das Tierchen sich berappelt und weiterfliegt. Dies war leider nicht der Fall.

Also, Plan B. Vielleicht ist die Süße ja nur erschöpft, hungrig und durstig. Als ich mich mit trockenem Brot und Wasser näherte, wollte sie weg, konnte aber nicht. Ich ahnte Böses. Das sah nach gebrochenem Beinchen aus. Und nun???

Eigentlich wollte ich nur die Nummer von einem Tierarzt im Internet finden, der auch am Wochenende erreichbar ist. Ich stolperte allerdings über folgende Seite: www.brieftaube.de/verirrt.htm

Dort kann man seine Postleitzahl eingeben und bekommt die Telefonnummer einer “Vertrauensperson” in der Nähe. Ein kurzer Anruf und nach 15 Minuten stand ein netter Mann vor der Tür, der das Täubchen abholte. Laut seiner Aussage war das Beinchen tatsächlich gebrochen. Ich fürchte, das Tierchen hat den Tag nicht überlebt :-(

Ihr werdet Euch jetzt fragen, was die philosophische Frage ist, oder? Nun denn, Brieftauben sind doch eigentlich allen ein Begriff. Doch ich habe am Wochenende erstmals darüber nachgedacht, wozu die eigentlich da sind. Die “Vertrauensperson” konnte anhand des Ringes erkennen, dass es sich um eine sehr junge Taube gehandelt hat. In einer Liste kann er nachsehen, wer der Besitzer ist und somit auch, woher das Täubchen kommt.

Das kommt mir doch irgendwie sehr bekannt vor. TB – Täubchen – Täubchen – TB. Ist das nun vergleichbar? Gibt es Wettrennen? Wie weit ist die größte Distanz, die eine Taube bisher zurückgelegt hat?

Jetzt ist die Frage, wer bei wem abgeguckt hat? Basieren unsere TB’s auf uralten Brieftaubentraditionen? Kann man Taubenschläge als Caches bezeichnen? Welches GPS nutzt die Taube? Können Tauben gemuggelt werden, oder gar ganze Taubenschläge? Gibt es vielleicht Sicherheitsvorkehrungen, die das verhindern, von denen wir lernen können?

Kurz: Sind Geocacher und Taubenzüchter seelenverwandt?

Fragen über Fragen.

Und, denkt Ihr noch, oder cacht Ihr schon?

Bis bald im Wald und liebe Grüße

N333

Kommentare:

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  • Kommentar von Peter vom Team Archandha:

    Hi, N333…

    ich dachte immer, Tauben benutzen kein GPS sondern einen Kompass ;-)

    Tauben & deren Schläge werden natürlich auch nicht gemuggelt… bestenfalls gefuchst. Man könnte jetzt auf die Idee kommen, das Taubenzüchter ziemlich ausgefuchst sind… aber das sind Geocacher bekanntlich auch. Vielleicht beruht darauf dann ja die Seelenverwandtschaft. Denn im Gegensatz zu Geocachern fliegen die Taubenzüchter nicht den Tauben hinterher ;-)

    LG
    Peter

    27. Mai 2008 @ 17:17
  • Kommentar von Nadine:

    Da bringst Du mich auf eine Idee… Klar fliegen die Züchter ihren Tauben nicht hinterher, aber es kommt ganz dicke :-(

    Ich bin unter den Taubenzüchtern ein MUGGEL! Wir sind alle Muggel! Das muss ich jetzt erst einmal verkraften :-D

    28. Mai 2008 @ 09:30
  • Pingback von Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt - DOSENFISCHER.de .:

    [...] Kleinigkeiten, wie den Hinweisen auf diesen Artikel vom frisch aufgehübschten ksmichel, diesen wunderbaren Vergleich von N666 und diesen schönen Cachebehälter, eigentlich nur zu erzählen, dass mir der heute [...]

    28. Mai 2008 @ 12:03

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