Ein Beitrag von Nadine, geschrieben am 21. Juni 2008 in Allgemein:
Was ist eigentlich…
… der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, für eine Pflanze?
In vielen Cachebeschreibungen wird vor ihr gewarnt, doch noch immer treffen wir Cacher, die keine Ahnung haben, warum.
Das kann gefährliche Auswirkungen haben. Über die Herkulesstaude gibt es einen wirklich guten Wikipedia-Artikel. Dieser ist aber recht lang und sehr wissenschaftlich. Daher möchte ich in diesem Blogbeitrag das Wesentliche zusammenfassen.
Also, liebe Cachergemeinde, sollte Euch eine solche Pflanze begegnen, haltet Abstand! Warum, erfahrt Ihr weiter unten.
Eigentlich kann man den Riesenbärenklau mit keiner anderen Pflanze verwechseln. Trotzdem möchte ich hier die wesentlichen äußeren Merkmale zusammenfassen:
Wie schon dem Namen zu entnehmen ist, ist diese Pflanze sehr groß. Die Staude kann bis zu 3,4 m hoch werden. Die Stängel sind behaart und haben einen Durchmesser von 2-10 cm.
Die Herkulesstaude gehört zur Familie der Doldenblütler. Die weißen Dolden können einen Durchmesser von 30-50 cm erreichen.
Blätter:
Die gelappten Blätter sind meist 1 m lang, können aber auch eine Länge von 3 m erreichen.
Warum ist die Pflanze so gefährlich?
Kann etwas, das so schön und beeindruckend ist, wirklich gefährlich sein?
Ja, es kann!!!!
Zunächst möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ALLE Teile der Herkulesstaude giftig sind. Die Pflanze enthält eine Substanz, die bei Sonneneinstrahlung eine phototoxische Reaktion hervorruft. Auf gut Deutsch heißt das, dass man Verbrennungen erleidet, wenn Hautstellen, die mit dem Pflanzensaft in Berührung kamen, der Sonne ausgesetzt werden.
Besonders auf die kleinen Cacher sollte man aufpassen. Die Pflanze übt durch ihre Größe oft eine große Faszination auf Kinder aus. Die Stängel werden zu Schwertern, oder, da sie hohl sind, zu Blasrohren.
Ich möchte mich jetzt gar nicht allzusehr darüber auslassen, dass die Pflanze gar nicht in unsere Gefilde gehört, demnach also ein Neophyt ist. Das können Interessierte auch nachlesen. Als Biologe fällt es mir auch schwer, etwas als Unkraut zu bezeichnen. Könnten unsere einheimischen Pflanzen denken und sprechen, würden sie den Riesen-Bärenklau aber sicherlich als solches bezeichnen. Durch seinen extrem schnellen Wuchs, verdrängt er jedes kleine, eher langsam wachsende, Pflänzlein und ist extrem schwer zu entfernen.
Er wächst, und wächst, und wächst, …
Wie nah Genie und Wahnsinn, Schönheit und Gefahr beieinander liegen, wird besonders in diesem Jahr deutlich:
Die Herkulesstaude wurde zur Giftpflanze des Jahres 2008 gekürt. Schon kommisch. Überall versucht man, die Populationen zu vernichten, verleiht aber gleichzeitig einen Preis…
So, liebe Cachergemeinde. Ich hoffe, diese Artikel trägt dazu bei, dass es zu keinen Verletzungen durch die beschriebene Pflanze kommt.
Passt auf Euch auf und nehmt die Augen auch mal vom GPS
Liebe Grüße und happy hunting
N333
![Riesenbaerenklau4[1]](http://www.team-nc666.de/wp-content/uploads/2008/06/riesenbaerenklau41-small.jpg)
![Velky bolsevnik[1]](http://www.team-nc666.de/wp-content/uploads/2008/06/velky-bolsevnik1-2-small.jpg)
![699px-Rbk dolde[1]](http://www.team-nc666.de/wp-content/uploads/2008/06/699px-rbk-dolde1-2-small.jpg)
Und da sage noch einer, Geocaching bildet nicht…
Das erinnert mich an eine Begegnung mit einem besorgten Muggel auf dem Onkel Raimel Cache. Als ich mich vorsichtig in den Bärenklau-Wald begab zog ein junges Mädel auf dem Fahrrad vorbei, drehte nach ca. 300 Metern wieder um, kam zu mir und fragte, ob ich wüsste, dass das Zeug recht gefährlich sei. Sie meinte gesehen zu haben, dass ich dort barfuss rein gegangen wäre. Dabei waren das nur in weiser Voraussicht meine wadenhohen Wüstenstiefel…
Herkulesstaude?…
Einen herzlichen Dank an N333 vom Team NC666 für die Kurzfassung über die Herkules-Staude. ich such mir immer wieder den Wolf, so ist das mal “schnell mal eben” zu finden.
…
Herculesstauden gesichtet…
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